Persönlichkeit: Diagnostik und Entwicklungsperpektiven

Psychologische Diagnostik gehört zu den Grundlagen der Psychologie und der Karriereberatung. Gegenstand der Persönlichkeitspsychologie ist die empirisch fundierte Beschreibung, Erklärung und Vorhersage der grundlegenden Strukturen und Prozesse der Persönlichkeit, die menschliches Erleben und Verhalten bedingen. Diese Verfahren beziehe ich als anerkannter Berater vom Hogrefe-Verlag, dem führenden europäischen Verlag für Psychologie, sowie von TheMyers-Briggs-Company.
Die nachstehend genannten Verfahren kommen ganz nach der individuellen Situation zur Verwendung.

Persönlichkeitsdiagnostik

Der weltweit in der Forschung und klinischen Praxis wohl am häufigsten eingesetzte Fragebogen zur Messung des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeit (NEO-PI-R) basiert auf den Ergebnissen jahrzehntelanger Forschung mit umfangreichen Bevölkerungsstichproben.

Das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP) ist ein psychologisches Testverfahren, das wissenschaftlich entwickelt wurde, um berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale systematisch zu erfassen.

Die Interpretation dieser Berichte ermöglicht eine gute Bestimmung der besonderen persönlichen Eigenschaften, aus denen sich die passenden beruflichen Möglichkeiten und Grenzen ableiten lassen.

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Persönlichkeitsentwicklung

Durch Ermitteln des Persönlichkeitstyps erstellt der MBTI® (Myers-Briggs-Typenindikator) eine stabile Grundlage für eine lebenslange persönliche Entwicklung. Er bietet einen konstruktiven, flexiblen Rahmen zum Verständnis der individuellen Unterschiede und Stärken.

Das Enneagramm ist ein uraltes Modell zur Selbsterkenntnis und bezeichnet ein sternförmiges Symbol, das als grafisches Modell neun als grundsätzlich angenommene Qualitäten unterscheidet, ordnet und miteinander in Beziehung setzt. 
Literaturempfehlungen: 
Helen Palmer, Paul B. Brown: Das Enneagramm im Beruf, Knaur Verlag
Maria-Anne Gallen, Hans Neidhardt: Das Ennegramm unserer Beziehungen, rororo Sachbuch

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Leistungsmotivation

Persönlichkeitstheoretischer Hintergrund ist das Verständnis von Leistungsmotivation als Ausrichtung weiter Anteile der Persönlichkeit auf die Leistungsthematik. Das LMI enthält dementsprechend eine Reihe berufserfolgsrelevanter Dimensionen, die konventionell nicht der Leistungsmotivation zugerechnet werden. 

Der Test unterscheidet 17 Dimensionen oder „Leistungsorientierungen“, die mit jeweils 10 Items gemessen werden: 
Beharrlichkeit, Dominanz, Engagement, Erfolgszuversicht, Flexibilität, Flow, Furchtlosigkeit, Internalität, Kompensatorische Anstrengung, Leistungsstolz, Lernbereitschaft, Schwierigkeitspräferenz, Selbstständigkeit, Selbstkontrolle, Statusorientierung, Wettbewerbsorientierung und Zielsetzung. 

Die Items sind weitgehend berufsbezogen formuliert. 


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Interessen

Das Verfahren EXPLORIX® ist ein wissenschaftlich entwickeltes Selbsterkundungsverfahren. Es bietet wertvolle Informationen und Entscheidungshilfen zur Berufswahl und Laufbahnplanung. Persönliche Interessen und selbsteingeschätzte Fähigkeiten werden integriert in ein Gesamtprofil der sechs Dimensionen von John Holland (RIASEC).
 
 Als Ergebnis erhalten Sie:

  • eine Liste von Berufen, Ausbildungsmöglichkeiten und Studienrichtungen, ausgewählt aus einem Register mit weit über 1.000 Berufs- und Ausbildungsbezeichnungen 
  • eine Anleitung zum sinnvollen Umgang mit der individuellen Berufeliste
  • und eine interaktive Checkliste zur persönlichen Berufswahlsituation.


EXPLORIX® gibt den Anwender(inne)n damit die Möglichkeit, mehr über sich selbst zu erfahren sowie die Zusammenhänge zwischen persönlichen Interessen bzw. Fähigkeiten und beruflichen Perspektiven bzw. Chancen zu erkennen.

Meinen Weg verstehen und gestalten: gestern, heute, morgen

"Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber muss vorwärts gelebt werden."  In einem Tagebucheintrag reflektiert der dänische Philosoph Søren Kierkegaard aus dem 19. Jahrhundert über die Tatsache, dass das Leben zwar nur rückwärts verstanden werden kann, aber vorwärts gelebt werden muss. Kierkegaard stellt also fest, dass das Leben in jedem Moment nicht vollständig verstanden werden kann. Wir gehen Ihrer Vergangenheit auf die Spur und entwickeln daraus einen Roten Faden, der in Ihre berufliche Zukunft führt.


Die Rückschau: Meinen “inneren Kompass” entdecken, meine Lebensaufgaben finden

Jeder Mensch, so die These von Dick Richards, kommt mit einen ganz eigenen Lebensmotiv auf die Welt, das ihn durch Leben begleitet,  trägt, ausrichtet und wesentlich in Bewegung hält. Dieses Lebensmotiv ist in jedem Leben unbewusst wirksam, lässt sich aber auch bewusst erkunden, benennen und als eine Art innerer  Kompass ins eigene Leben einbeziehen. Der innere Kompass ermöglicht eine reflektierte Grundausrichtung ebenso wie Entscheidungshilfe an wesentlichen Weggabelungen der eigenen Biografie, sowohl im Beruf wie auch im Privatleben. 

Literaturempfehlung (engl.):

Dick Richards: Is Your Genius at Work?: 4 Key Questions to Ask Before Your Next Career Move

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Wo stehe ich heute? Ohne Wurzeln keine Flügel - Arbeiten mit dem Genogramm

Genogramm ist ein Kunstwort, das sich aus Genealogie und Diagramm zusammensetzt und verwandtschaftliche Zusammenhänge darstellt. Üblicherweise werden mindestens drei Generationen berücksichtigt. 


Muster, Aufträge und Geschichten, die wir aus unseren Ursprungsfamilien mitnehmen, beeinflussen uns oft ein ganzes Leben lang. Die Arbeit mit dem eigenen Genogramm erleichtert es, Geschichten anders zu erzählen, Zusammenhänge neu zu sehen und den Schatz an Ressourcen zu entdecken.

Literaturempfehlungen: 
Monica McGoldrick, Wieder heimkommen, Auf Spurensuche in Familiengeschichten;
Anne Ancelin Schützenberger, Oh meine Ahnen!;
Bruno Hildenbrand, Einführung in die Genogrammarbeit;
(alle im Carl-Auer-Verlag erschienen)

Was will entstehen? Meine Zukunftsprojektion

Das sog. Presencing wurde von Otto C. Scharmer, Senior Lecturer am MIT Boston entwickelt. Das Verfahren ermöglicht die gleichzeitige Darstellung der Gegenwart als auch die einer wünschenswerten Zukunft.

Dieses Verfahren geht auf Beth Jandernoa zurück, die es vermutlich auf der Grundlage eines indianischen Heilungszirkels entwickelt hat. Das Verfahren ist durch das Material, das es nutzt, nämlich Knete, besonders gut dazu geeignet, an die eigenen inneren Ressourcen heranzukommen und das Innere nach außen zu bringen. Ob abstrakte oder gegenständliche Darstellung, man benötigt keine künstlerischen Fähigkeiten. Wir fragen dann „Was will entstehen? Was lässt mich festhalten, was zieht mich nach vorn?“ Der Entstehungsprozess und die Skulptur als Ergebnis beantworten diese Fragen.

Literaturempfehlung:
C. Otto Scharmer, Theorie U – Von der Zukunft her führen, Carl-Auer-Verlag

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